Ich will Spaß - Ich will Spaß - Tagebuch einer läufigen Hündin
Tag 1 - 21.05.2007
Endlich ist es soweit!
Erste Blutstropfen über Nacht auf unserem Parkettboden sind ein untrügliches Zeichen dafür, daß Sally nun läufig ist.
Tag 7 - 27.05.2007
Zyklustag 7 - oder wie erwachsene vernünftige Menschen zu Kleinkindern werden
Nachdem Sunny gestern beim Spaziergang schon interessiert an Sally schnüffelte und seine Angebetete schon etwas den Schwanz dabei hochstreckte, aber dennoch ziemlich deutlich weiteres Bemühen seitens Sunny ablehnte, beschlossen wir erneut unser Glück heute zu versuchen.
So trafen sich alle direkt und indirekt Beteiligten zu einer ausgiebigen Runde im Wald. Zum Jubel von Herrchen und Frauchen genoss Sunny die Düfte unserer läufigen Hündin. Selten wich er von ihrer Seite, um den betörenden Geruch weiterhin eininhalieren zu können.
Noch war uns allen zum Schmunzeln zumute. Doch dann zeigte unsere wählerische Hündin Sunny die Zähne, als dieser versuchte sich ihr stark zu nähern. "Na gut, dann heute eben wieder nicht. Der Zyklus ist ja noch lange genug, und außerdem ist es ja auch noch zu früh für die Standhitze", so oder so ähnlich realistisch und sachlich reagierten wir Menschen auf den " Fehlversuchstag".
Nach einer kurzen Weile sind alle jedoch wieder ganz erfreut, als Sally leichte Balzrituale inszeniert. Aber wieder nichts. Herrchen und Frauchen werden nervös, freuen sich und sind im nächsten Augenblick wieder am Boden zerstört, als außer Schnuppern nichts passiert. Auch unser Rüde Sunny ist zwar irritiert, hängt aber weiterhin tappsend an Sallys
" Rockzipfel."
So vergeht der gesamte Spaziergang mit Kommentaren wie " Ach, jetzt ist sie aber schon viel interessierter" oder " Na gut, dann eben nicht, bloß keine Nervosität auf unsere entzückenden Hunde übertragen.

Schließlich gelangen alle sprechenden Beteiligten zu dem Schluss noch mal Sunnys heimischen Garten zu besichtigen und uns zu entspannen.
" Na vielleicht klappt es ja dann!"
Schließlich gelangen alle sprechenden Beteiligten zu dem Schluss noch mal Sunnys heimischen Garten zu besichtigen und uns zu entspannen.
" Na vielleicht klappt es ja dann!"
Im Garten müssen wird dann doch tatsächlich feststellen,dass unsere Hündin mehrfach ganz deutlich den Schwanz zur Seite stellt. Sunny jedoch sieht nichts, riecht nichts, hört nichts oder wie auch immer. beim erneuten "Schwanz zur Seite und nach oben Strecken" Verhalten von Sally, haben wir wieder unser Vertrauen in Sunny gesetzt. Jetzt scheint er zu sehen und zu riechen. Gut gemacht. Aber was ist das? Sunny scheint sich die Frage zu stellen: " Wie stellt das ein Rüde eigentlich so an, bei einer Hundedame? " Leider findet er keine Antwort und beginnt anstatt dessen seine Allerliebste abzuschlecken.
Zufrieden ist er noch nicht so ganz, er ist völlig außer Puste und auch ansonsten scheint er physisch am Nullpunkt angekommen zu sein.
Als er dann noch beim Stufen hochschreiten beinahe im wahrsten Sinne des Wortes zu Boden geht, beschließen wir es nun endgültig gut sein zu lassen, das Ganze wieder realistisch zu sehen und dem Rüden eine Auszeit zu gönnen.
Aber Morgen dann. dann . ja dann....
Tag 8 - 28.05.2007 - oder außer großem Fressen wohl nix gewesen
Es bedarf letztlich keinerlei verbaler Ausführungen um diesen Tag zu beschreiben. Folgendes ist lapidar zu berichten:
Gutes (Fr)essen
Gute Gesellschaft
Gute Schnupperattacken unseres Rüden.
Das wärs dann wohl gewesen.
Tag 9 - 29.05.2007 - oder wie schafft es eine Rüde sich selbst und andere in den geistigen und körperlichen Ruin zu treiben!!?
Abends- halb neun in Deutschland:
Ziemlich abrupt inszeniert der kastrierte Freund von Sally - Mit Namen Timmi- einen Balztanz um unsere Hündin herum. Eben gerade lag Timmi noch ziemlich teilnahmslos am Boden und döste vor sich hin, jetzt schon steht er auf seiner eigenen " Showbühne" als Hundetänzer. Nochmals 5 Minuten später springt er aufd en Rücken von Sally, welche sofort den Schwanz zur Seite schiebt und genüsslich stehen bleibt.
Helle Aufruhr, leises Bestaunen und dann doch schnelles Handeln. Auf geht's zu unserem Rüden aber Zack - Zack.
Als wir bei Sunny angelangen, strahlen alle auf 2 Beinen stehenden Beteiligten um die Wette. Und was macht Sunny? Er schnüffelt- klar. Was er danach so treibt? Er schnüffelt und schnüffeltund.. Ja genau er SCHNÜFFELT. Das Lachen auf unseren Gesichtern gefriert nach einer Weile ein, und das liegt gewiss nicht nur an der Kälte des Abends. So beschließen wir in Sunnys Innen- Revier den Rüden auf Vordermann zu bringen. Und tatsächlich dort scheint Sunny zu mutieren; hier wird er zum rassigen Flemencotänzer. Das Wichtigste aber- quasi den Höhepunkt des Flamencos- beherrscht er noch nicht. Also erneute Strategieänderung: Raus in den Garten.
Wir frieren- Sunny glüht. Er riecht und schnüffelt an Sally, ja er wächst sogar über sich hinaus und sabbert sie am gesamten Körper ohne Unterbrechung ab. DAS MUSS LIEBE SEIN!
Aber was ist denn das? Nach etwa einer knappen Stunde hoppelt er für kurze Zeit wie ein kleines Häschen auf Sallys Rücken, sehr zur Freude seiner Hundfreundin. Zu Sallys Bestürzung kommt es aber nicht mehr zum Liebesakt. Immer wieder vollzieht der Rüde spontan rhythmische Schwungübungen ohne jedoch wirklich.
Es gibt nur einen Ausweg. Sunny muss bei uns übernachten.
Tag 10 - 30.05.2007
Morgens....... halb sieben in Deutschland.....
Wo ist er denn jetzt schon wieder hin.......???
... da ist er nicht!

...da auch nicht!
aahhh... da ist er ja wieder.......
... komm lass uns gehen....
...was wird das denn?
..... hmmmmmmm ???
... na was wohl !!!!

Tag 11 - 31.05.2007 - Burn-out-Syndrom
Uns stellt sich so langsam die Frage ob unsere Hündin wirklich schon die "heißen Tage" erreicht hat, oder nicht einfach nur gefallen daran gefunden hat, Sunny ihren Hintern entgegen zu strecken. Um dies eindeutig klären zu können wird am Abend unser Tierarzt konsultiert, der mit einem Progesterontest Klarheit in die Lage bringen soll. Zu unser aller Erstaunen sollte dann die Vermutung, dass Sally gefallen am Poppes hinhalten gefunden hatte, doch zumindest für ein paar Stunden, zur trügerischen Sicherheit werden. Der Progesteronspiegel zeigte an, dass es angeblich noch nicht so weit sein sollte!
Um in erster Linie alle Frauchen und Herrchen zu schonen, die zwischenzeitlich schon an dem sogenannten "Burn-out" oder "Stresssyndrom" litten, räumte man für die kommenden 2 Tage sogenannte "RUHETAGE" ein, in denen man sich ausschließlich auf einen kurzen Spaziergang hin treffen wollte.
Tag 12 - 01.06.2007 - RUHETAG 1 - das war wohl NIX
Also gut ein Ruhetag muss her. Bald schon müssen wir aber an diesem Tag vernehmen, dass Sunny weint und seine Hundeliebe vermisst.
Daher beschließen wir Sunnys Geheule zu erhören und einen Spaziergang am Abend zu unternehmen. Solange muss er sich eben noch gedulden.
Während Sunny wohl wartet und wartet, entschließt sich Sally die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Sie springt nun über den Zaun, um sich einen interessierten Rüden zu suchen. Zum Glück haben wir es sofort bemerkt und können ihren Fortpflanzungslauf abrupt vereiteln.
Am Abend dann endlich wieder Herrenbesuch. Sunny bevorzugt es jedoch beim Laufen lieber das fremde Terrain zu untersuchen. Das macht uns aber wenig aus, da unsere Hündin noch nicht so weit ist. Diesmal haben wir es ja schwarz auf weiß. ähm veterinärmedizinisch versichert.
So laufen wir fröhlich weiter. Doch dann entscheidet sich Sunny, doch noch mal "aufzusitzen". Völlig desinteressiert gehen wir weiter. Doch was ist das? Ein starkes Jaulen und Heulen. Hat sich da jemand verletzt? Wie denn das? Wir schauen uns um und Frauchen fragt völlig geistesabwesend?
"Was machen die denn da?" Dumme Frage, Sunny und Sally haben sich quasi im wahrsten Sinne des Wortes vereint. Sie sind miteinander verhakt und können mit diesem Zustand nicht viel anfangen."
Beide versuchen mit aller Hundegewalt sich zu trennen. Scheitern jedoch. Weiterhin hören wir Quietschgeräusche. Nach etwa 30 Sekunden haben sie sich erfolgreich trennen können. Der erste "Streich" ist jetzt also vollbracht.
Und die Moral von der Geschicht:
Wenn du tappst im Dunklen fort -
Und kommst an einen neuen Ort
Siehst du wieder Erwarten doch ein Licht
Auch wenn der Test sagt, die sind nicht ganz dicht.
Tag 13 - 02.06.2007 - RUHETAG 2 - oder......?
Dieses war der erste Streich. Doch der zweite folgt sogleich. Natürlich können wir im Gegensatz zu Witwe Bolte diesen Streich kaum erwarten.
Am Nachmittag treffen die beiden Protagonisten wieder aufeinander. Und wir.. warten auf den zweiten Streich auf der Wiese? Aber was ist denn das? Es ist kaum zu glauben aber wahr. Ein weißes, quirliges Energiebündel mit Namen Nova springt immer wieder fröhlich zwischen Sally und Sunny. Ist sie eifersüchtig oder will sie einfach nur bei den Großen mitspielen? Aber auch Nova braucht irgendwann einmal eine Pause.
Und so erfolgt der zweite Streich , aber wieder nur recht kurz. Reicht das überhaupt? Können so kleine Hundewelpen entstehen? Wissen können wir das erst in vier Wochen! Wir üben aber einfach weiter.
Tag 14 - 03.06.2007 -
Tag 15 - 04.06.2007 -
Tag 16 - 05.06.2007 -
Tag 17 - 06.06.2007 - DIE BOX STEHT!
Heute durften Sally und Sunny das letzte mal "moppeln" und jetzt heißt es abwarten...... in ca. 3 Wochen werden wir wissen ob es Nachwuchs gibt! Hier auf der Seite geht es aber in jedem Fall weiter und alles Interessante über Sallys eventuelle Schwangerschaft steht nun HIER unter der Rubrik "63 TAGE"
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